Das Wohnheim, wie man es zuletzt kannte


Hamannstift im Winter

(Alle Bilder sind durch Anklicken vergrößerbar.)


Das Hamannstift war ein sehr zentral gelegenes Wohnheim für männliche und weibliche Studierende. Die Zimmer waren alle möbliert und hatten Waschbecken. Duschen, Toiletten und Küchen wurden gemeinschaftlich genutzt. Das Wohnheim war nicht übermäßig groß - hier kamen ca. 80 Studenten unter. Daher war das Finden von neuen Freunden unter den Mitbewohnern fast unvermeidlich und der Kontakt zur Verwaltung nicht so förmlich wie in manchen anderen Wohnheimen.




Infos in Bildform:

Wichtige Personen: Fotogalerie 1
Bedeutende Räumlichkeiten: Fotogalerie 2
Bewohner der letzten Semester: Fotogalerie 3
Typische Happenings: Fotogalerie 4

Wo das ehemalige Hamannstift sich befand:


grobe Anfahrtskizze

genaue Lage im Stadtplan



Die Zimmer waren für anspruchsvolle Leute auf den ersten Blick etwas klein: ca. 9 qm. Allerdings war dafür die Miete sensationell niedrig (unter 100 Euro!) und sobald man dort wohnte, konnte man an "Verlosungen" von "großen" Zimmern (ca. 14 qm) teilnehmen. Kurze Erklärung zur Verlosung: In die großen Zimmer konnte man nie von Anfang an einziehen. Sie wurden immer unter denen verlost, die schon im Stift wohnten. Der Bewerber mit der höchsten Wohnsemesterzahl bekam es automatisch - nur wenn mehrere mit gleicher Wohnsemesterzahl sich für ein Zimmer bewarben, entschied das Los. Sobald der Bewohner eines großen Zimmers auszog, wurde es wieder zur Verlosung freigegeben.


Das Hamannstift war ein "evangelisches Studienhaus", d.h. ein kirchliches Wohnheim. Das bedeutet aber nun nicht, dass hier nur Theologiestudenten Unterkunft finden konnten. Die Hausordnung gab vor, dass 70% der Bewohner Theologiestudenten (Lehr- oder Pfarramt, auch katholisch) sein mussten. Die restlichen Bewohner konnten Studierende anderer Fachrichtungen sein. So entstand eine wilde Mischung aus Theologen, Medizinern, Sprachwissenschaftlern, Juristen, Mathematikern usw.





Der Garten war wohl das eindrucksvollste Merkmal des Hamannstifts. Er war die zweitgrößte Grünfläche in Münsters Altstadt. Hier konnte man sich vor allem im Sommer wunderbar mal vom Lernstress erholen und sich hinlegen oder mit anderen Volleyball spielen. Gerne wurde die Terrasse bei gutem Wetter zum Lernen im Freien genutzt. Hier wurde auch hin und wieder mal gegrillt.


"Im Inneren" bot das Hamannstift ebenfalls so einiges: Eine (theologische) Bibliothek, einen Andachtsraum, einen Fernsehraum (Kabelanschluss) mit verschiedenen Tageszeitungen und Zeitschriften, einen Flügelraum für musikalische Bewohner, eine Bar (siehe rechts), einen Tischtennisraum, einen Fahrradkeller, ein Münztelefon für die Leute ohne eigenen Anschluss, Waschmaschinen und Trockenboden.

 

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