Das NEUE Hamannstift


Postkartenmotiv vom Hamannstift der 50er
Die einstmals offizielle Postkarte des Hamannstifts.
(Alle Bilder sind durch Anklicken vergrößerbar.)


Aus der Münsterschen Zeitung vom 31.1.1952 (Nr. 26 / 82. Jahrgang):

Hamann-Stift soll wiedererstehen
Das gegen Kriegsende durch Bomben zerstörte Hamann-Stift am Alten Steinweg soll nach Plänen des Landeskirchenamtes (Bielefeld) wieder erstehen. Es war kurz nach dem ersten Weltkrieg gegründet worden, um einer größeren Anzahl evangelischer Studenten der Landesuniversität als Wohnung zu dienen. Nach der neuen Planung, für die von der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ein größerer Zuschuß bewilligt worden ist, wird es etwa 70 Studenten aufnehmen können. Mit den ersten Bauarbeiten soll im Februar dieses Jahres begonnen werden. Man hofft, daß das Stift bereits im Sommersemester 1953 bezugsfertig ist."



Im Spätsommer 1953 wurde das noch nicht ganz fertiggestellte neue Hamannstift von den ersten Studenten bezogen (Foto: Umzug per Kutsche aus dem "Notquartier" im alten Martin-Luther-Haus in das neue Haus am Breul) und am 28. November desselben Jahres offiziell eingeweiht.



Als Träger dieses - nach den Maßstäben der Zeit - großzügig, modern und solide gestalteten Baues (Foto: Das frischerbaute neue Hamannstift 1953) bemühte sich die westfälische Kirche um eine finanzielle Unterstützung und die Bereitstellung einer jährlichen Kollekte. Prof. D. Dr. Rudolph, in den Jahren 1958/59 Rector Magnificus der Universität, wurde zum Ephorus des Hauses berufen. Ihm zur Seite traten als Inspektoren die Pastoren Dr. von Stieglitz, Jüngst und Linnemann.


Das neue Hamannstift konnte damals 69 Studenten vieles bieten, was sie zum Wohnen und Arbeiten, zur Verpflegung und in der Freizeit benötigten. Musikraum, Bibliothek, Garten, Radio und Tischtennis standen zur Verfügung. (Foto: Damaliger Speisesaal. Früher wurden die Bewohner des Hamannstifts verpflegt. Später diente dieser Raum in umgebauter Form als Ort für die Vollversammlung, Semesterfrühstück und besondere Veranstaltungen.) Im Gegensatz zum alten Stift wohnten im neuen Haus Studenten aller Fakultäten. Allerdings waren die Theologen in der Mehrzahl.


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